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PPS Software für die Fertigungsindustrie - Anforderungen einer Branche bei der Investitionsentscheidung

Kosteneffizienz, Liefertermintreue und Flexibilität gelten im globalen Wettbewerb als wesentliche Erfolgsfaktoren. Entsprechend spielt in Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes der Einsatz von PPS Software zur Optimierung der inner- und überbetrieblichen Materialflüsse eine besondere Rolle. Es gilt nicht nur, die richtigen Informationen wie in einer „gläsernen Fabrik" vorliegen zu haben sondern diese Informationen auch in „Echtzeit" verwenden zu können. So betrachtet die verarbeitende Industrie den Einsatz einer PPS Software als ein Mittel zum Zweck, um eine Lösung auf die Herausforderungen des Unternehmens zu finden. Im Wesentlichen sollen schlanke und einfache Prozesse durch die PPS Software unterstützt werden sowie Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit das Arbeiten erleichtern. Weniger spielen anbieterspezifische Aspekte wie Standort, Projekteinführungsmethodik, Referenzen und Anschaffungskosten eine Rolle bei der Auswahl der PPS Software (vgl. Studie „Anwenderzufriedenheit ERP/Business Software Deutschland 2010/2011").

Mit diesen Anforderungen unterscheidet sich das verarbeitende Gewerbe deutlich von anderen Branchen. Im Vergleich zu Handels- und Dienstleistungsunternehmen zeigt sich, dass die Abdeckung branchenspezifischer Leistungsmerkmale für die verarbeitende Industrie eine wichtigere Anforderung darstellt als für die anderen Branchen. Dagegen spielen Kostenaspekte wie günstige Anschaffungskosten und Betriebskosten für Handels- und Dienstleistungsunternehmen bei der ERP-Auswahl eine größere Rolle als bei Industrieunternehmen.

 

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Branchenanforderungen an PPS Software - Fertigungstypen als Orientierungspunkt

Angesichts des großen Gewichtes, das Industrieunternehmen bei der Auswahl von PPS Software auf die fachlich-funktionale Unterstützung der PPS Software legen, lohnt hier ein Blick ins Detail: Eine eingehende Analyse diverser Auftragsabwicklungsprozesse zeigt, dass sich die Anforderungen zwischen Fertigungstypen wie der Unikat-, Serien-, Lager- und Prozessfertigern teilweise deutlich unterscheiden.

Der Auftragsabwicklungsprozess eines typischen Unikatfertigers, wie er im Maschinen- und Anlagenbau häufig anzutreffen ist, ist mit seinen Projektdurchlaufzeiten von mehreren Monaten durch eine erhebliche Planungskomplexität gekennzeichnet. Dennoch ist das Projekt bereits im Angebotsstadium grob zu strukturieren und mit Eckterminen sowie kritischen Ressourcen zu versehen. Dies stellt hohe Anforderungen an PPS Software. Der Projektplan ist dabei das zentrale Planungswerkzeug. Im Projektmanagement laufen alle relevanten Informationen über den Projektfortschritt und angefallene Kosten im Sinne einer mitlaufenden Projektkalkulation zusammen. Darüber hinaus kommt es während der laufenden Produktentstehung zu einer Vielzahl von Änderungen oder Störungen, die eine Umplanung erforderlich machen. In diesem Zusammenhang müssen beispielsweise die Informationen einer relevanten Terminverschiebung in der Feinplanung/ Fertigungssteuerung der Grobplanung übergeben werden, um eine durchgängige Projektverfolgung zu gewährleisten. Dagegen ist die Auftragsabwicklung eines in Serien fertigenden Automobillieferanten durch Charakteristika wie Umfang und Präzision der Absatzplanung oder durch produktionslogistische Methoden wie Kanban-Regelkreise oder Fortschrittszahlen gekennzeichnet. Für diesen Produktionstyp bestehen in der Beschaffung sehr hohe Anforderungen an das Lieferantenmanagement. Entsprechend sollte eine geeignete PPS Software eine umfangreiche Lieferantenbewertung unterstützen. Bei Lagerfertigern, die sich auf Standardteile konzentrieren, spielen wiederum andere Aspekte eine Rolle. So sind Fremdbezugsteile vergleichsweise selten, wodurch die Lieferantenbewertung als Funktion der PPS Software nicht im Fokus solcher Unternehmen steht. Allerdings ist die Verpackungsabwicklung für Lagerfertiger von besonderer Bedeutung. Zum einen spielt der Kreislauf von Mehrwegverpackungen eine wichtige Rolle, zum anderen werden Verpackungen in die langfristige und in die dispositive Bedarfsplanung einbezogen. Schlussendlich zeigt sich bei Prozessfertigern aus der Lebensmittelbranche sowie der Chemie- und Pharmaindustrie, dass für die kontinuierliche Fertigung diverse Anforderungen an die PPS Software - wie z.B. die Planung und Rückmeldung von Kuppelprodukten, die technische Prozesssteuerung oder die Anbindung von Laborinformationssystemen (LIMS) - wesentlich sein können.

Unterschiede bei Leistungsspektrum und Planungslogik

Ergänzend zu den branchen- und den fertigungstypspezifischen Anforderungen zeigen sich weitere Differenzierungsmerkmale im Leistungsumfang der PPS Software Pakete. Nahezu sämtliche Systeme für die Fertigungsindustrie decken heute neben dem Kernmodul der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) auch die Aufgaben des Finanzwesens ab. Hier besteht der Unterschied vor allem darin, ob es sich beim jeweiligen Finanzmodul der PPS Software um das gleiche Produkt oder um eine spezialisierte Finanzlösung handelt, die als sog. „OEM-Lösung" regelmäßig eingebunden wird. Neben der Art der Einbindung unterscheiden sich die Finanzmodule der Systeme im Hinblick auf die Abbildung der rechtlichen Besonderheiten auf internationaler Ebene.

Auch in der Fertigungslogistik dehnt sich der Einsatzbereich von PPS Software weiter aus: So reicht es vielen Unternehmen nicht mehr aus, wenn PPS Software eine „Grobplanung" der Produktion (z.B. Arbeitsplan- und Ressourcenverwaltung) unterstützt, jedoch keine Unterstützung der Feinplanung bzw. -steuerung im Sinne eines Fertigungsleitstandes oder auch der „Manufacturing Execution Systems" (MES) bieten. Planungslogiken im Sinne des „Advanced Planning an Scheduling" (APS), z.B. das „Constrained based Planning", sowie die Erfassung von Betriebs-, Maschinen- und Qualitätsdaten ermöglichen eine kurzfristige Reaktion auf die jeweilige Fertigungssituation. In diesem Bereich bestehen nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen den am Markt verfügbaren PPS Software Paketen: Einige Anbieter ergänzen das etablierte, auf dem Ansatz des MRP II basierende Planungsmodul um spezielle APS-Module. Andere Anbieter haben ihre Planungslogik komplett umgestellt. Werden spezielle APS-Module für die PPS Software angeboten, dann ist ähnlich wie im Finanzwesen zwischen der Integration von OEM-Lösungen und Eigenentwicklungen des ERP/PPS-Herstellers zu unterscheiden. Während eine Reihe von ERP/PPS-Herstellern ihre Planungslogiken entsprechend verfeinern, scheint sich im Bereich der Datenerfassung bzw. -rückmeldung die Anbindung von Spezialanwendungen an die PPS Software (z.B. Tisoware, ISGUS, Böhme & Weihs) dauerhaft als Lösungsansatz der Wahl zu halten.

Lösungsvielfalt erschwert die Auswahl von PPS Software

Angesichts spezifischer Anforderungen stehen Industrieunternehmen im Fall der Auswahl und Einführung von PPS Software vor der Herausforderung, sich in einem facettenreichen und wenig transparenten Markt zurechtzufinden. Da sich ein Fertigungsunternehmen idealerweise nur einmal alle 15 Jahre mit der Auswahl einer neuen PPS Software beschäftigt, stellt die Auswahl eine wichtige IT-Entscheidung dar, für die in den Unternehmen jedoch kaum Erfahrungswerte vorliegen. Entsprechend ist eine zielorientierte Vorgehensweise im PPS-Projekt unerlässlich. Vor dem Hintergrund der Angebotsvielfalt beinhaltet dies nicht zuletzt eine schnelle und gezielte Eingrenzung des Kandidatenkreises anhand der wesentlichen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. Eine erste Qualifizierung der PPS Software ermöglichen Online-Werkzeuge wie der IT-Matchmaker, mit dessen Hilfe auch die Leistungsprofile von über 500 Branchenlösungen sowie über 10.000 Referenzprojekte der ERP/PPS-Anbieter schnell und sicher analysiert werden können.

Die fachlichen, technologischen und strategischen Anforderungen an eine PPS Software sind vielfältig. Sie müssen entsprechend strukturiert und gewichtet sowie für den Dialog mit den in Frage kommenden Software-Anbietern aufbereitet werden. Bei der Spezifikation der PPS Software sowie bei den Gesprächen mit geeigneten ERP/PPS-Anbietern können spezialisierte Beratungshäuser aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Werkzeuge einen wertvollen Beitrag leisten. Ob mit oder ohne Unterstützung durch einen Berater muss sich dabei jedes Unternehmen allerdings selbst klar darüber werden, was die wirklich wichtigen Anforderungen an die neue PPS Software sind.

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